DIE AUSSTELLUNG

400 Jahre nach Ausbruch des 30-jährigen Krieges (1618), 370 Jahre nach Abschluss des Westfälischen Friedens (1648) und 100 Jahre nach dem Friedensschluss von Versailles (1919), der den Ersten Weltkrieg beendete, beschäftigt sich die Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ mit der Frage, warum Menschen zu allen Zeiten den Frieden wünschen, seine Bewahrung auf Dauer aber nie gelang. Frieden ist mehr als der Verzicht auf Gewalt – mit ihm verbindet sich die Hoffnung auf Harmonie, Freundschaft, Liebe, Glück, Wohlstand und Gerechtigkeit.

In Münster, der Stadt des Westfälischen Friedens, zeigen das LWL-Museum für Kunst und Kultur, das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, das Archäologische Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU), das Bistum Münster und das Stadtmuseum Münster in einer einzigartigen Kooperation von fünf Institutionen diese Ausstellung, die in interdisziplinärer Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der WWU erarbeitet worden ist.

UNTER DER SCHIRMHERRSCHAFT VON BUNDESPRÄSIDENT FRANK-WALTER STEINMEIER

Zum Trailer der Ausstellung.

EIN BEITRAG ZUM EUROPÄISCHEN KULTURERBEJAHR

2018 feiert ganz Europa unter dem Motto „Sharing Heritage“ das Europäische Kulturerbejahr, das durch die Europäische Kommission ausgerufen wurde. Im Fokus stehen das Gemeinschaftliche und das Verbindende unseres kulturellen europäischen Erbes. Die Ausstellung ist ein Beitrag des Großprojektes „Frieden.Europa“. Unter dem Leitthema „Europa: Erinnern und Aufbruch“ ist es eines der größten Projekte im Europäischen Kulturerbejahr und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. „Frieden.Europa“ umfasst neben der Ausstellung das neue digitale Vermittlungskonzept im Historischen Rathaus Münster sowie den Osnabrücker Beitrag „Labor Europa“ für Jugendliche aus den Europäischen Kulturerbe-Städten.

Weitere Infos

DIE ORTE

Wege zum FriedenLWL-Museum für Kunst und Kultur

Die Ausstellung des LWL-Museums für Kunst und Kultur widmet sich den künstlerischen und historischen Strategien, die das Ideal einer aggressionsfreien Welt verhandeln. Symbole des Friedens und deren Wandel werden gleichsam thematisiert wie bedeutsame Friedensschlüsse, darunter der Friede von Venedig (1177), der Westfälische Friede (1648) und der Versailler Vertrag (1919). Namhafte Künstler wie Rubens, Lehmbruck oder Dix veranschaulichen durch ihre kriegsanklagenden Werke eindringlich die Ambivalenz zwischen Krieg und Frieden. Die Ausstellung will damit den Blick auf die gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Herausforderungen schärfen.

Orte LWL

Frieden. Wie im Himmel so auf Erden?Das Bistum Münster zu Gast im LWL-Museum für Kunst und Kultur

Das Bistum Münster blickt auf die Ideen des Friedens im Christentum von der Spätantike bis heute. Die Ausstellung beleuchtet den Widerspruch zwischen Ideal und Wirklichkeit. Die Präsentation mit rund 100 hochrangigen und internationalen Leihgaben aus Kunst- und Kulturgeschichte gibt Einblick in die Geschichte des schmerzhaft aktuellen Themas. Sie wirft die Frage auf, ob religiöse Werte heute zur Wahrung des Friedens beitragen können.

Orte Bistum

Eirene – Pax. Frieden in der AntikeArchäologisches Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

In der Ausstellung des Archäologischen Museums der Universität Münster wird der Frieden in der Antike im Mittelpunkt stehen, angefangen mit dem ältesten Friedensschluss der Welt zwischen dem Hethiter-Reich und Ägypten (1259 v. Chr.). In Griechenland sind die Götter die Garanten des Friedens. Im 4. Jh. v. Chr. wird der Friedensgöttin Eirene in Athen eine prächtige Kultstatue geweiht. Die römischen Kaiser nutzendie FriedeNssymbolik, um ihre gute Regierung und die daraus resultierende Wohlfahrt des Reiches ins Bild zu setzen. Das 3. Jh. n. Chr. besticht durch einen markanten Widerspruch: Die Zeiten sind so kriegerisch wie nie zuvor, auf den Münzen aber werden die Friedensgöttin Pax sowie die friedensgebenden Götter in unzähligen Münzserien abgebildet – eine Inflation des Friedens.

Orte Archäologie

Ein Grund zum Feiern? Münster und der Westfälische FriedenStadtmuseum Münster

Die Ausstellung widmet sich der Rezeptionsgeschichte des Westfälischen Friedens, wobei die Jubiläen 1748, 1848, 1898 und 1948 im Fokus stehen. Die Stadt Münster gedachte 1898 erstmals offiziell des Westfälischen Friedens. Wenige Jahre später entstanden das 1942 eingeschmolzene
münsterische Friedensdenkmal und das monumentale
Historienbild über die Friedensverhandlungen im Rathaussaal von Fritz Grotemeyer. Die Nationalsozialisten planten, den 300. Jahrestag 1948 für ihre Zwecke zu missbrauchen. Einen Einblick in die bereits 1940 aufgebaute, aber nie eröffnete Propagandaausstellung geben erhaltene, damals angefertigte Gemäldekopien sowie dokumentarische Fotografien. Erst nach der Gedenkwoche 1948 erfolgte vor dem Hintergrund des verlorenen Zweiten Weltkriegs eine Umbewertung des Westfälischen Friedens zum Einigungsfrieden. Die Ausstellung „Ein Grund zum Feiern?“ verdeutlicht, wie abhängig das Urteil über den Westfälischen Frieden von den jeweiligen zeithistorischen Umständen war.

Orte Stadtmuseum

Picasso - Von den Schrecken des Krieges zur FriedenstaubeKunstmuseum Pablo Picasso Münster

Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster widmet sich mit der Ausstellung „Picasso – Von den Schrecken des Krieges zur Friedenstaube“ (28.4.-2.9.2018) der künstlerischen Auseinandersetzung des Spaniers mit Krieg und Frieden. Die rund 60 Werke veranschaulichen seinen Einsatz für die Ziele der Friedensbewegung und seinen Versuch, die Kriegsschrecken des 20. Jahrhunderts künstlerisch zu überwinden.

Orte Picasso

BESUCH

EINTRITTSPREISE

Kombiticket für alle Ausstellungen
Erwachsene: 25 € / ermäßigt 16 €
Kinder, Jugendliche (bis einschließlich 17 Jahren), Schüler: 8 €
Familienkarte: 50 € / ermäßigt 20 €

LWL-Museum für Kunst und Kultur
Erwachsene: 12 € / 6 € ermäßigt
Kinder, Jugendliche (bis einschließlich 17 Jahren), Schüler: 4 €
Familienkarte: 20 €
Gruppen ab 16 Personen: 9 €
Schülerinnen im Rahmen von Angeboten der Kunstvermittlung: 1 €

Bistum zu Gast im LWL-Museum für Kunst und Kultur
Erwachsene: 8 € / 4 € ermäßigt
Kinder, Jugendliche (bis einschließlich 17 Jahren), Schüler: 2 €
Familienkarte: 15 €
Gruppen ab 16 Personen: 6 €
Schülerinnen im Rahmen von Angeboten der Kunstvermittlung: 1 €

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
Erwachsene: 10 € / 8 € ermäßigt
Kinder, Jugendliche (bis einschließlich 17 Jahren), Schüler: 4 €
Familienkarte: 20 €
Gruppen ab 10 Personen: 8 €
Schülerinnen im Rahmen von Angeboten der Kunstvermittlung: 2 €

Stadtmuseum
Der Eintritt im Stadtmuseum ist frei.

Archäologisches Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität
Erwachsene: 4 € / 2 € ermäßigt
Kinder, Jugendliche (bis einschließlich 17 Jahren), Schüler: 2 €
Familienkarte: 9 €
Gruppen ab 16 Personen: 3 €
Schülerinnen im Rahmen von Angeboten der Kunstvermittlung: 1 €

ÖFFNUNGSZEITEN

Di bis So 10–18 Uhr
Montags geschlossen

Am 2. Freitag im Monat (11.5. / 8.6. / 10.8.) 10–22 Uhr,
im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster bis 18 Uhr

SONDERÖFFNUNGSZEITEN

ZUM KATHOLIKENTAG 2018: Mittwoch bis Samstag,
9.–12.5., 10–22 Uhr
im LWL-Museum für Kunst und Kultur: Donnerstag bis Samstag, 10.-12.5., 10-22 Uhr

Lange Nacht der Museen: Samstag, 1.9., bis 24 Uhr

BESUCHERSERVICE

+49 251 5907 201

info@ausstellung-frieden.de

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN & VERANSTALTUNGEN

Unsere täglichen Veranstaltungen finden Sie im Kalender.

Regelmäßig finden in den einzelnen Ausstellungen öffentliche Führungen statt. Dazu gibt es  thematisch übergreifende  Kombiführungen durch je zwei Ausstellungen.

BUCHBARE FÜHRUNGEN

Führungen für Gruppen sind auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Niederländisch buchbar. Bitte informieren Sie sich über die verschiedenen Konditionen bei den einzelnen Ausstellungshäusern.

KATALOG

Zur Ausstellung erscheinen fünf Katalogbände im Sandstein Verlag, die einzeln oder als Gesamtedition im Schuber erhältlich sind. Außerdem wird ein Multimedia-Book angeboten.

Publikationen

Für mehr Informationen finden Sie hier das Programmheft, Flyer sowie das Begleitheft zur Ausstellung zum Download.

Programmheft „Frieden. Von der Antike bis heute“

Programm „Frieden“ für Kitas und Schulen

Begleitheft „Frieden. Von der Antike bis heute“

Flyer „Frieden. Von der Antike bis Heute“

Flyer „Ein Grund zum Feiern? Münster und der Westfälische Frieden“

Flyer „Frieden. Wie im Himmel so auf Erden?“

Flyer „Picasso - Von den Schrecken des Krieges zur Friedenstaube“

Flyer Aktions- und Familientag

Kalender

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Sa1.9
So2.9
  • 16:30
    Führung

    öffentliche Führungen Kuratorinnen/ KuratorenAusstellung des Bistums Münster

    öffentliche Führungen mit den Kuratorinnen und Kuratoren der Bistumsausstellung

    Möchten Sie Informationen zu den Exponaten aus erster Hand bekommen? Interessieren Sie sich für die Hintergründe des “Ausstellungsmachens”? Dann sind Sie herzlich zu unseren Kuratorenführungen eingeladen, die einmal wöchentlich stattfinden.
    Bei unseren Führungen für Erwachsene nutzen wir ohne Ausnahme ein Headset-System mit Kopfhörern. Diese Headsets werden Ihnen zu Beginn der Führung ausgehändigt.

    jeden Freitag: 16.30 bis 17.30 Uhr
    kostenfrei, es gilt der übliche Eintrittspreis
    limitiert auf 20 Personen
    ohne Anmeldung oder Reservierung
    Teilnehmerkarten können jeweils eine Stunde vor Beginn der Führung an der Museumskasse abgeholt werden.

Kontakt & Anreise

LWL-Museum für Kunst und Kultur

Domplatz 10
48143 Münster
+49 251 5907 01 Web

Bistum Münster zu Gast im LWL-Museum für Kunst und Kultur

Domplatz 10
48143 Münster
+49 251 83 2 69 20 Web

Stadtmuseum Münster

Salzstraße 28
48143 Münster
+49 2514924503 Web

presse

HIER  geht es zu unserer Presseseite. Sie erreichen uns außerdem unter +49 251 5907 168

Förderer

Die Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ wird gefördert von:

 

 

Impressum

Ansprechpartner:

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Freiherr-vom-Stein-Platz 1
48133 Münster
T +49 251 591 01
Telefax: +49 251 591 3300
Schreibtelefon (für Gehörlose): +49 251 591-4799
E-Mail: lwl@lwl.org
Internet: www.lwl.org

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Er wird vertreten durch den LWL-Direktor Matthias Löb.

Zuständige Aufsichtsbehörde:
Innenministerium NRW, Haroldstraße 5, 40213 Düsseldorf

Inhaltlich Verantwortlicher im Sinne des § 55 Abs. 2 RStV (Staatsvertrag für Rundfunk und Telemedien): Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger

Verantwortlich für die Inhalte:
LWL-Museum für Kunst und Kultur
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Leitung: Claudia Miklis
Domplatz 10
48143 Münster
T +49 251 5907 01
F +49 251 5907 210
E-Mail: museumkunstkultur(at)lwl.org

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Gestaltung: Schwerdtfeger & Vogt GmbH
Programmierung: Pruban & Schmidt GmbH

Stand: 26. April 2018